Theorie im Überblick
Wie viele Grundunterrichte brauchst du?
Eine Doppelstunde dauert 90 Minuten. Beim Ersterwerb sind grundsätzlich 12 Doppelstunden Grundstoff vorgeschrieben. Wenn du bereits eine Fahrerlaubnis besitzt, sind es bei Klassen mit vorgeschriebenem Theorieunterricht mindestens 6 Doppelstunden Grundstoff.
| Klasse | Grundstoff | Klassenspezifischer Unterricht |
|---|---|---|
| B · B197 · BF17 · B78 | 12 Doppelstunden beim Ersterwerb 6 bei vorhandenem Führerschein | 2 Doppelstunden für Klasse B |
| A1 · A2 · A | 12 Doppelstunden beim Ersterwerb 6 bei vorhandenem Führerschein | 4 Doppelstunden Motorrad-Zusatzstoff |
| AM | 12 Doppelstunden beim Ersterwerb 6 bei vorhandenem Führerschein | 2 Doppelstunden AM-Zusatzstoff |
| BE | Kein zusätzlicher Theorieunterricht und keine Theorieprüfung | |
| B96 | Fahrerschulung statt Grundstoff: mindestens 7 Stunden, davon 2,5 Stunden Theorie | |
| B196 | Kein allgemeiner Grundstoff; Fahrerschulung mit mindestens 9 Unterrichtseinheiten à 90 Minuten, davon mindestens 4 Theorie- und 5 Praxis-Einheiten | |
| Mofa | Separater Kurs mit 6 Doppelstunden Theorie; zusätzlich praktische Übungen | |
Die genannten Zahlen sind Mindestumfänge. Je nach Vorbesitz und Ausbildungsweg kann die erforderliche Zahl abweichen. Beim Aufstieg innerhalb der Motorradklassen gelten besondere Regeln.
Pflichtfahrten, praktische Ausbildung und Prüfungen
Übungsfahrten dienen dem Erlernen der Fahrzeugbedienung und der Prüfungsvorbereitung. Ihre Zahl richtet sich nach deinem Lernstand; sie bilden die Grundlage für die besonderen Ausbildungsfahrten (je 45 Minuten):
| Klasse | Überland | Autobahn | Dämmerung / Dunkelheit | Summe |
|---|---|---|---|---|
| B · B197 | 5 | 4 | 3 | 12 |
| A1 · A2 · A | 5 | 4 | 3 | 12 |
| BE (Erweiterung von B) | 3 | 1 | 1 | 5 |
| AM · Mofa · B96 · B196 | Keine besonderen Sonderfahrten nach dieser Vorgabe; praktische Ausbildung bzw. Fahrerschulung richtet sich nach der jeweiligen Klasse. | |||
Bei A1, A2 und A gelten beim stufenweisen Aufstieg abweichende Mindestfahrten. B96, B196 und Mofa haben keine reguläre praktische Fahrerlaubnisprüfung. Bei BE gibt es keine Theorieprüfung, aber eine praktische Prüfung.
Wann darfst du die Prüfungen ablegen?
Die theoretische Fahrerlaubnisprüfung ist frühestens drei Monate, die praktische frühestens einen Monat vor Erreichen des Mindestalters möglich. Für die praktische Prüfung musst du zuvor die Theorieprüfung bestanden und die praktische Ausbildung abgeschlossen haben. Bei B96 und B196 ist keine Fahrerlaubnisprüfung vorgesehen; für die Mofa-Prüfbescheinigung gibt es eine theoretische Prüfung.
Auto
Klasse B
Selbstständig unterwegs – vom ersten Anfahren bis zum sicheren Blick für den Verkehr.

Welche Fahrzeuge?
Pkw und andere Kraftfahrzeuge bis 3.500 kg zulässiger Gesamtmasse, ausgelegt für höchstens acht Personen zusätzlich zur fahrenden Person.
Und mit Anhänger?
Ein leichter Anhänger bis 750 kg ist möglich. Ein schwererer Anhänger ist mit Klasse B ebenfalls erlaubt, wenn die zulässige Gesamtmasse des Gespanns 3.500 kg nicht überschreitet.
Alter und Prüfungen
Regulär ab 18 Jahren; beim Begleiteten Fahren ist der Erwerb ab 17 möglich. Zum Abschluss gehören Theorie- und praktische Prüfung.
Wissen für echte Verkehrssituationen
Beim Ersterwerb umfasst der allgemeine Unterricht 12 Doppelstunden und der klassenspezifische Unterricht zwei Doppelstunden. Bei einer Erweiterung gelten andere Mindestumfänge. Die Termine für den B-Zusatzstoff findest du im Kalender.
Theorie-Termine ansehen →Üben, bis Abläufe sicher sitzen
Die Zahl der normalen Übungsfahrten richtet sich nach deinem Lernfortschritt. Zusätzlich sind bei der Ersterteilung besondere Fahrten vorgeschrieben: fünf auf Bundes- oder Landstraßen, vier auf Autobahnen und drei bei Dämmerung oder Dunkelheit.
So läuft die Ausbildung ab →
B197
Du lernst und legst die praktische Prüfung auf einem Automatikfahrzeug ab. Für den Nachweis der Schaltkompetenz kommen mindestens zehn Übungsstunden à 45 Minuten auf einem Schaltwagen und eine mindestens 15-minütige Überprüfungsfahrt hinzu. Mit der Schlüsselzahl 197 ist die Klasse B anschließend nicht auf Automatikfahrzeuge beschränkt.
BF17
Mit 17 den Führerschein machen und nach Erteilung bis zum 18. Geburtstag mit einer eingetragenen Begleitperson fahren. Welche Personen eingetragen werden können und welche Bedingungen gelten, klären wir vor der Antragstellung.
B78
Legst du die praktische Prüfung mit Automatikgetriebe ab und weist keine Schaltkompetenz nach, wird die Klasse B auf Automatikfahrzeuge beschränkt. Im Führerschein steht dafür die Schlüsselzahl 78.
Nachteil: Schaltwagen darfst du damit nicht fahren. Möchtest du später auch Schaltwagen fahren, musst du die Beschränkung aufheben lassen und dafür eine praktische Prüfung auf einem Schaltwagen bestehen.
Auto mit Anhänger
Klasse BE
Mehr Spielraum für dich und deinen Anhänger – mit einer eigenen Ausbildungsklasse und dem passenden Gespann.
Welche Kombination?
Klasse BE erweitert Klasse B für Kombinationen mit einem Anhänger oder Sattelanhänger, dessen zulässige Gesamtmasse über den Grenzen der Klasse B liegt. Der Anhänger darf bis zu 3.500 kg zulässige Gesamtmasse haben.
Voraussetzung
Du brauchst die Fahrerlaubnis der Klasse B. Die praktische Ausbildung und Prüfung finden mit einem passenden Zugfahrzeug und Anhänger statt. Hast du Klasse B mit Schlüsselzahl 197, legst du die praktische BE-Prüfung auf einem Schaltfahrzeug ab. So erhält die Klasse BE keine Automatikbeschränkung (Schlüsselzahl 78).
Alter
Regulär kannst du BE ab 18 Jahren erwerben. Im Rahmen von BF17 ist der Erwerb unter den dafür geltenden Bedingungen ab 17 möglich.
B96
B96 ist eine Erweiterung der Klasse B für Kombinationen mit einem Anhänger über 750 kg, wenn die zulässige Gesamtmasse des Gespanns über 3.500 kg und höchstens 4.250 kg beträgt. Dafür ist eine Fahrerschulung mit Eintrag der Schlüsselzahl 96 erforderlich.
Nachteil: Bei mehr als 4.250 kg Gesamtmasse reicht B96 nicht. Für größere Kombinationen brauchst du Klasse BE. B96 ist keine eigenständige Fahrerlaubnisklasse, sondern eine Erweiterung von B.
Zwei Räder und mehr
Motorradklassen
Vom leichten Einstieg bis zur offenen Motorradklasse.


A1
Leichtkrafträder bis 125 cm³ und höchstens 11 kW; außerdem bestimmte dreirädrige Kraftfahrzeuge.
A2
Motorräder bis 35 kW und mit einem Verhältnis von Leistung zu Gewicht von höchstens 0,2 kW/kg.
A
Die offene Motorradklasse. Ein stufenweiser Aufstieg ist mit mindestens zwei Jahren Vorbesitz der Klasse A2 bereits ab 20 möglich.
B196 · 125er-Leichtkraftrad
B196 ist keine eigene Motorradklasse, sondern eine Erweiterung der Klasse B. Damit darfst du im Inland bestimmte Leichtkrafträder bis 125 cm³ und 11 kW fahren.
Voraussetzungen sind ein Mindestalter von 25 Jahren, mindestens fünf Jahre Besitz der Klasse B und eine Fahrerschulung mit mindestens neun Unterrichtseinheiten à 90 Minuten: mindestens vier Theorie- und fünf Praxis-Einheiten. Eine gesonderte Prüfung ist nicht vorgesehen.
Der erste eigene Aktionsradius
Klasse AM & Mofa
Roller, Microcar und Mofa – dein Einstieg in die motorisierte Mobilität.


Roller und Microcar
Klasse AM gilt für leichte zwei- und dreirädrige Kraftfahrzeuge wie Roller sowie leichte vierrädrige Leichtkraftfahrzeuge wie Microcars. Die Fahrzeuge dieser Klasse fahren bis zu 45 km/h.
Mofa bis 25 km/h
Für ein Mofa mit einer bauartbedingten Höchstgeschwindigkeit von bis zu 25 km/h brauchst du keine Fahrerlaubnisklasse. Zum Fahren ist grundsätzlich eine Prüfbescheinigung erforderlich – außer du besitzt bereits eine passende Fahrerlaubnis.
Du bist dir noch nicht sicher?
Wir finden den passenden Weg.
Erzähl uns, was du fahren möchtest. Wir beantworten deine Fragen zur Klasse, zum Ablauf und zum Start.
